Notfall

von Andreas

Hallo liebe Leser,

mein Name ist Andreas und ich habe am 2. August 2004 meinen ersten VCD-Anfall gehabt. Kurz der Ablauf meiner Geschichte:

Vor dem 2. August hatte ich keine Probleme mit VCD oder Atemnot. Allein im Frühjahr hatte ich schon mal leichte Beschwerden bei der Atmung aufgrund von Allergien - aber definitiv kein VCD.

Am 2. August wachte ich gegen 4 Uhr früh auf und muste Husten. Der Schock war groß, als ich danach nicht mehr einatmen konnte. Es kam quasi keine Luft mehr durch den Hals. Da es sehr schnell (ca. 1 Min) wieder besser wurde habe ich mich wieder ins Bett gelegt und weitergeschlafen. Morgens bin ich dann zum Arzt und anschließend zur Arbeit.

Am Dienstag hatte ich morgens erneut einen Anfall von Atemnot - diesmal etwas länger (ca. 2 Min). Meine Frau hat daraufhin den Notarzt gerufen. Der hat mich dann - unsinniger weise - mit Cortison vollgepumpt.

Am Mittwoch war es dann in der Nacht bereits 2 Mal aufgetreten und als ich Morgens zu meiner Ärztin gefahren bin hat Sie mich in Krankenhaus schaffen lassen.

Im Krankenhaus kam dann die schlimmste Zeit. Ich hatte 5 - 7 Anfälle jede Nacht und einige am Tage. Positiv war, dass nach 2 Tagen das Cortison abgesetzt wurde, da der Verdacht auf Astma nicht erhärtet werden konnte. Am schlimmsten war die Nacht von Donnerstag auf Freitag (6. August 2004). Da am Freitag eine Lungenspiegelung gemacht werden sollte durfte ich nichts trinken - das war das Schlimmste. Ein Arzt in Nachtschicht stellte in dieser Nacht das erste Mal die Vermutung an, dass es sich um VCD handeln könnte (was mir zu diesem Zeitpunkt nichts sagte). Bei der Lungenschau wurde Schleim in der Luftröhre festgestellt. Daraufhin musste ich inhalieren, damit sich der Schleim löst.

Am Wochenende wurde es langsam besser, so dass ich am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Die nächsten 4 Tage waren o.k. Am Sonntag (15.8.) bekam ich plötzlich wieder 2 starke Anfälle und bin erneut ins Krankenhaus. Die nächsten Tage war es nicht mehr so schlimm wie zuvor. Die Ärzte in der Klinik konnten mir auch nicht weiter helfen, außer mich zu beobachten und mir Artikel aus dem Internet auszudrucken.

Am 25.8. wurde ich endgültig entlassen. Das Krankenhaus hat eine Anschlussheilbehandlung im Klinikum Berchtesgarden angestoßen.

Meine Anfälle wurden zunehmend weniger häufig und heftig. Seit ca. 10. September bin ich quasi beschwerdefrei. Nur bei Anstregung und bei Reizung durch kalte Getränke/Speisen hatte ich das Gefühl, es könnte kurzfristig wieder zu einer Attacke kommen. Aufgrund der ersten Tipps aus dem Internet zur Vermeindung der Anfälle (Lippenbremse, ...) kam es aber seit dem nicht mehr zu einem heftigen Anfall.

Ab dem 29. September bin ich nun im Klinikum Berchtesgardener Land und hoffe, dass ich am Ende meines Aufenthaltes keine Anfälle mehr bekomme oder besser damit umgehen kann.

Ich hoffe, diese Zeilen können dem einen oder der anderen helfen oder wenigstens etwas Trost spenden, dass es wieder besser werden kann.

Grüße
Andreas